DPSG Unterland Forum
09. September 2010, 19:25:07 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
News:
 
   Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Sponsoren - Geld ist Geld oder wer Geld nimmt trägt auch Verantwortung  (Gelesen 440 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Milte
Newbie
*
Beiträge: 2


« am: 15. Oktober 2008, 12:39:00 »

Hallo Mostel und weiteren Leser,

ich schreib hier mal weiter, ein Forums ist ja besser geeignet als ein Gästebuch für solch ein Thema.

Ich seh das immer noch kritisch mit dem Sponsoring von EnBW.
Sobald ich Geld annehme das einer Firma verhielft ihr Image zu verbessern unerstütze ich dieses Unternhemen.
Www.echt-gut.de wird zu einem großteil von EnBW gesponsert, EnBW wird dafür ganz oft sehr lobenswert erwähnt.
Die Ehrenamtler die für den Wettbewerb werben, werben somit auch ein Stück für EnBW.

Eigentlich echt schade, da Ehrenamtler eigentlich echt viel Wertschätzung verdienen, aufgrund dessen was sie leisten für unsere Gesellschaft.

Gut Pfad!

Tobi

Gespeichert
mostl
Globaler Moderator
Jr. Member
*****
Beiträge: 23



WWW
« Antworten #1 am: 16. Oktober 2008, 16:48:38 »

Hallo Milde,

ich denke, dass es eben nicht ganz so einfach ist, grundsätzlich Großkonzerne plakativ zu boykottieren und sie für alles Übel dieser Welt verantwortlich zu machen.
Die EnBw erzeugt Strom für ihre Kunden. Jedem selbst liegt es in der Hand, ?grünen? Strom zu kaufen und gegen den Atomstrom ins Felde zu ziehen. Die Tendenz der Verbraucher geht aber leider zu dem billigen Atomstrom.
Die breite Masse hat leider noch nicht erkannt (oder ist es ihr vielleicht egal?), wie viel Macht sie als Konsument gegenüber Konzernen besitzt.
Veränderung kann nur entstehen wenn man sein persönliches Kaufverhalten ändert, egal ob es um Lebensmittel oder Strom geht, und somit die Konzerne zwingt auf diese Nachfragen einzugehen.
Zum Thema Sponsoring möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass viele Bündischen und Pfadfinder so etwas prinzipiell ablehnen um nicht vom Sponsor manipuliert und instrumentalisiert zu werden.
Die DPSG steht ja mit ihrem Dauersponsor  katholische Kirche ziemlich gut da, wobei ein Mancher auch ein paar gute Gründe finden könnte, von ihr kein Geld anzunehmen?

Ein strahlendes Horrido aus Oedheim!


der mostl






Gespeichert

die philosophie hat den fehler gemacht unsere kinder der pädagogik zu überlassen...
Milte
Newbie
*
Beiträge: 2


« Antworten #2 am: 16. Oktober 2008, 18:51:41 »

Hallo Mostel,

schön mit Dir ein bisschen zu disskutieren, fehlt mir ehrlich gesagt ein bisschen.

Mit der Konsumentenmacht gebe ich dir recht, das sehe ich genauso. Die Verantwortung von Jugendverbänden oder -bewegungen und Ihren Mitgliedern und im besondern Leitern geht sogar noch weiter, als Vorbild und Wertevermittler.

Und wenn ich als Person was endecke was nicht richtig ist, kann ich auch mit dem Finger draufzeigen, finde ich sogar wichtig.

Speziell mit dem Ehrenamtswettbewerb wird EnBW sehr ins positiver Licht gerückt. Und gerade die Atomstromgeschichte sehe ich als Person besonders kritisch und finde man sollte dafür keine Plattform bieten dass sich das Ansehen dieses Konzers verbessert. Und erst recht nicht solange keine Besserung stattgefunden hat.

Die DPSG hat sich zudem in Ihrer "Position zum Klimawandel" dafür ausgesprochen das Kernkraft nicht die Lösung ist den Klimawandel zu stoppen. Der BDKJ in unserer Diözese hat sogar im besondern eine klare Ablehnung gegen Kernkraft (die Argumente hierfür sind gerade nicht Thema und deshalb lass ich sie stecken). Das sind für mich Gründe gegen oder besser nicht dafür eine Lobby eines Großkonzernes als einzelner und aber auch nicht als Verband/Bewegung/Bund zu fördern.

Das "Bündischen-Prinzip der Freiheit" kenne ich und weiss es auch sehr zu schätzen. Wollte es auch schon in meinem ersten Beitrag schreiben, dass es mich gerade um so mehr verwundert das der Handwerkerhof dann bei solch einem Wettbewerb mitmischt, aber ich weiß auch das es nicht so durchsichtig ist mit ECHT-GUT-BW. Bei der Gala-Verleihung spätestens kommt auch EnBW ordentlich zum Zuge.

Die Kriche als Sponsor zu betrachten ist nicht so einfach. Wir sind ein Teil der Kirche. So zumindest formuliert es die DPSG. Ich glaube auch es gibt kaum kritisch-konstruktive Personen als aus den kath. Jugendverbänden gegenüber der Amtskirche. Das wäre jetzt aber ein Thema für DPSG und Kirche oder so...

Gut Pfad!

Tobi 
Gespeichert
mostl
Globaler Moderator
Jr. Member
*****
Beiträge: 23



WWW
« Antworten #3 am: 17. Oktober 2008, 17:32:38 »

Mit unserer Einstellung zur Atomkraft stehen wir Deutschen relativ alleine in der Welt. Das hat gerade der G8 Gipfel in Kioto gezeigt. Und selbst unsere First Lady musste sich wohl stark überwinden, als sie die dort über die Atompolitik der Bundesregierung sprach.
Das sich die DPSG in ihrer ?Position zum Klimawandel? gegen die Atomkraft aussprach, ist in meinen Augen aber absolut richtig.
Dennoch kann ich der EnBw nicht vorwerfen, dass sie ein gewinnorientiertes Unternehmen sind. Die Firmenpolitik ist die eines ?normalen? Konzerns in einen Industrieland. Ein Unternehmen hat überdies auch noch Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern, z.B. Arbeitsplatzsicherung etc.
Die EnBw betreibt 75 Wasserkraftwerke in Baden Württemberg und hat 2006 im Landkreis Böblingen die weltweit erste große Biogas-Brennstoffzelle in Betrieb genommen.
Der Grund weshalb immer noch Atomstrom produziert wird hab ich oben schon geschrieben.
Wenn jeder darauf bestehen würde, keinen Atomstrom ?geliefert? zu bekommen, würde auch keine mehr erzeugt.
Ich will garantiert die EnBw nicht in Schutz nehmen, noch einen anderen Großkonzern, der die ?Trägheit der Masse? ausnutzt.
Irgendein Ober-Koffer hat mal den Spruch vom Stapel gelassen: ?Jede Bevölkerung bekommt die Regierung die sie verdient?.
Da in Deutschland Regierung und Wirtschaft fast nicht zu trennen sind, trifft diese Aussage auch auf unser Wirtschaftssystem zu. Aus diesem Schluss stellt sich mir die Frage:
Wenn es so vielen Gleichgültig ist, wie wir Leben,
warum sollten wir dann etwas Besseres verdient haben?

Warum gerade Der Handwerkerhof hier mitmischt ist mir auch noch nicht ganz aufgegangen.
Aber vielleicht sollte man erwähnen, dass hinter dem HWH kein Bund steht und wir hier natürlich auch auf Spenden angewiesen sind. Also vermute ich wirklich, dass der Grund ein ganz weltlicher ist, nämlich Geld.

Das Thema ?Teil der Kirche? oder wie es genannt werden will, überlasse ich gerne anderen, darüber einen Faden zu öffnen?

Haribo, der mostl
Gespeichert

die philosophie hat den fehler gemacht unsere kinder der pädagogik zu überlassen...
Dobs
Bezirksleitung
Full Member
*****
Beiträge: 78



WWW
« Antworten #4 am: 01. November 2008, 18:48:19 »

Hi Mostl, hi Tobi,

ich finde es toll, dass es mal eine Diskussion hier gibt, die auch verfolgt wird.

Auch ich stimme euch in den Punkten überein, dass man als kritischer Verbraucher,
viel mehr verändern könnte.
Leider siegt wie ihr auch schon erwähnt habt, oft die Faulheit der Konsumenten.
Und das fängt ja auch schon bei den Lebensmitteln an.
"Was heißt das jetzt z.B. wenn ich eine Tomate aus Spanien kaufe?".
Oder "muss ich Tomaten unbedingt im Winter essen? Wenn sie dazu noch überhaupt nicht
schmecken."
Das Kaufland um die Ecke ist halt bequemer und auch billiger wie beispielsweise "Alnatura".

Alex und ich versuchen schon auch bewusster einzukaufen.
- Joghurt/Milch beim Bauer Dobler (heißt echt so) um die Ecke
- Obst/Gemüse vom Markt oder Hofladen um die Ecke
- ..

Allerdings siegt oft immer noch die Bequemlichkeit. Auch wenn man mal Samstag keine Zeit hat
um auf den Markt zu gehen.

Wo ich allerdings stolz bin, dass ich dieses Jahr über 2500 km Rad gefahren bin und somit
die Tankstellen oft links liegen lassen konnte.

Ich fände das Thema kritischer Konsum auch mal ein prima Thema für den Studienteil auf der Bezirksversammlung.

Gut Pfad
Dobs


Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.11 | SMF © 2006-2009, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS